Logo Vulkanisierwerkstatt Fritz Held Inhaber Wolfgang Held Logo
 

Aus der Forschung und Entwicklung ist das folgende Gebrauchsmuster zum Thema "Flexible druckluftbeaufschlagbare Anpresswalzen" entstanden:


Gummibeschichtete Anpresswalzen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Bei der Beschichtung von Stahl- und Metallrohren mit Isolationsschichten aus PUR-, PE- und PP-Werkstoffen im Sinterverfahren, durch Folienheißauftragung oder beim Extrusionsverfahren werden solche Walzen eingesetzt. Hier wird das Beschichtungsmaterial bei Temperaturen von 150 °C bis 250°C spiralförmig auf die Oberfläche des rotierenden und sich in Richtung Rohrachse fortbewegenden Rohres durch eine rotierende gummibeschichtete Anpresswalze aufgebracht.

Wesentlich ist, dass durch das Transport- und Rotationssystem der Rohre, vom Beschichtungsmaterial sowie von der vom Rohrgewicht abhängigen Anpresskraft dynamische Schwingungen entstehen, die die Oberflächengüte der Beschichtung beeinflussen.

Für die Anpresswalzen ist kennzeichnend, dass auf dem Walzenkörper eine ausvulkanisierte Rohgummimischung einen kompakten, fest mit dem Walzenkörper verbundenen Gummibelag bildet. Voraussetzung für einen technologisch sicheren Ablauf des Beschichtungsprozesses ist, dass die Materialeigenschaften des Gummibelags der Anpresswalze über die gesamte Produktionszeit so auf den Beschichtungsprozess abgestimmt sein muss, dass die erforderlichen Anpresskräfte immer entsprechend den dynamischen Schwingungen des Gesamtsystems flexibel realisierbar sind. Aus der Stellung der Rohr- und Walzenachse zueinander sowie durch die permanent aufzutragende Walkarbeit, ist der Gummibelag der Anpresswalze mechanischen und verstärkten Temperaturbelastungen während des Beschichtungsprozesses ausgesetzt.

Die Temperaturbelastungen sollen beispielsweise durch eine Wasserkühlung reduziert werden, indem der Walzenkörper als Kühlrohr ausgebildet ist. Nachteilig ist, dass trotz Kühlung die Standzeiten der Anpresswalze nicht befriedigend sind und durch die mechanisch-thermisch bedingten Oberflächenfehler des Gummibelages der Rohrbeschichtungsprozess qualitativ negativ beeinflusst wird.

Die gummibeschichtete Walze zur Ausübung von dosierbaren Anpresskräften auf einen zu beschichtenden Körper, wie beispielsweise auf ein Rohr, muss, die Wirkungen der während des Beschichtungsprozesses entstehenden mechanischen und thermischen Belastungen sicher kompensieren können.

Die Walze soll an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Hierzu zeigt die zugehörige Zeichnung, dass auf einem formstabilen Walzenkörper 1 aus Stahl eine flexible Gummischicht 2 lose angeordnet ist,die an den Stirnseiten 3; 4 mit dem Walzenkörper 1 fest verbunden ist und bei der an der Stirnseite 3 ein regelbares Überdruckventil 5 angeordnet ist. Zur Bildung des druckluftbeaufschlagten Bereiches wird über das regelbare Überdruckventil 5 Druckluft in Abhängigkeit vom konkreten Einsatzfall zugeführt.

Die Rohgummimischung ist materialspezifisch den konkreten Bedingungen des Einsatzes, d. h. hinsichtlich der bekannten Parameter Shore-Härte und Flexibilität ausgewählt. Während des Beschichtungsprozesses dehnt sich durch die Temperaturbelastungen der druckluftbeaufschlagte Bereich des Walzenkörpers 1 aus. Bei einer Überschreitung des gewünschten Druckes wirkt das Überdruckventil 5, und die überschüssige Luft wird abgeleitet. Damit ist sichergestellt, dass die beim Rohrbeschichtungsprozess gewünschten Bedingungen, insbesondere hinsichtlich Flexibilität der Anpresskräfte entsprechend den dynamischen Schwingungen, realisiert werden.



 
Homepage